Bienenschwärme suchen neues Zuhause

Es ist wieder soweit, die Zeit in der unsere Bienen Nahrung in Hülle und Fülle vorfinden. Biene 2015 Blutpflaume2Kein Moment eignet sich besser um sich zu vermehren. Daher ziehen in den nächsten Tagen und Wochen Bienenschwärme über das Land – auf der Suche nach einem neuen Zuhause. Wild lebende Honigbienen gibt es in Deutschland nur für kurze Zeit, denn ohne die Betreuung durch den Imker überleben sie den Winter nicht. Schuld daran ist die Varroamilbe die sich in der Bienenbrut vermehrt und durch den Stich in die Bienenmade eine Eintrittspforte für Viren und Bakterien schafft.

Daher sind die Bienen auf ihre Mithilfe angewiesen! Melden sie Bienenschwärme so schnell es geht, die „Rettung“ der Bienen kostet sie bei uns keinen Cent!

Ein Bienenschwarm beinhaltet viele tausend Arbeiterbienen aber nur eine Königin. Diese _MG_7938_1kann am Tag 2000 Eier legen und versorgt somit indirekt die Vögel, Hornissen und viele andere Tiere.

Das Schauspiel eines Schwarms zu beobachten ist immer wieder atemberaubend. In einer rießigen Wolke ziehen die Bienen oft viele Kilometer weit über das Land. Angst braucht man vor einem Bienenschwarm nicht zu haben – er hat weder ein Zuhause noch Honigreserven zu verteidigen. Kundschafterbienen suchen nach dem Versammeln an einem Baum ein neues Zuhause – in unserem aufgeräumten Wald eher eine schwierige bis aussichtslose Aufgabe.

P1010340

Das Leben erwacht

Kaum sind die ersten Sonnenstrahlen etwas kräftiger, erwacht das Leben auf dem Bienenstand. Für mich als Imker ist es etwas ganz besonderes, das Bienensummen nach dem Winter zu hören und dem regen Treiben zu zuschauen. Meine Bienen haben den milden Winter super überstanden und so starten wir mit starken Völkern in die Saison. Wieder einmal hat sich gezeigt, dass sich die Mühe der biologischen Imkerei am Ende doch auszahlt.

Die ersten Kurse für 2016 sind auch schon gelaufen und nun startet der Grundkurs zu meiner Betriebsweise. Es freut mich sehr, dass dieser Kurs voll besetzt ist und ich meine Erfahrungen an Jungimker weiter geben darf.

Wir nähern uns dem Frühling

Mit noch kleinen, bedachten Schritten geht es Richtung Frühling. Die Bienen waren durch den Polleneintrag im Dezember bereits auf darauf vorbereitet worden. Erste Brut wird angelegt und nun zeigt sich welche Völker geringe Varroalast tragen. Vielerorts hatten die Völker keine Brutpause – nur wer aufmerksam geschaut hat, wird schadlos über den Winter kommen.

Die Meldungen von Bienendiebstählen beunruhigen sehr und rufen uns Imker zu großer Wachsamkeit auf! Bitte auffällige Bienenangebote und vor allem Bienendiebstähle melden!

November – die Ruhe kehrt ein

Der November ist gekommen, doch die Tempera-_MG_6229turen sind für diese Jahreszeit zu hoch. Unsere Bienen haben noch nicht zur Ruhe gefunden, sie sammeln tagsüber noch Pollen und fliegen eifrig. Eigentlich sollten sich die Immen jetzt ausruhen und ihre Kräfte sparen, der einzig gute Aspekt ist, das die Bienen noch abkoten können. In den nächsten Tagen soll die Temperatur endlich fallen, so das unsere Bienen endlich Ruhe finden.

Die Mausegitter sollten bereits montiert sein, wo sie noch fehlen, bieten sich die warmen Tage geradezu an. Ich befestige die Mausegitter während des Bienenflugs, dann kann man sicher sein das keine Maus im Stock sitzt.

Die regelmäßige Kippkontrolle gibt mir Gewissheit, dass meine Bienchen kein Hunger leiden müssen. Fallen jetzt leichtere Völker auf, so sind diese zu markieren. Futter wird jetzt nicht mehr gerne abgenommen und mit den fallenden Temperaturen stellen die Bienen den Futtertransport vollständig ein und gehen in ihre Wintertraube. Ohne Brut benötigen die Bienen im Monat nicht einmal 500 Gramm Honig. Wer reichlich und großzügig eingefüttert hat wird keine hungernden Bienen finden.

Die Winterzeit bietet sich auch hervorragend zum HerstelleIMG_0179n von Bienenwachskerzen an. Der Duft dieser Kerzen breitet sich im Raum aus und erhellt die dunkle Jahreszeit. Ich liebe diesen Duft von Bienenwachs, dieser entschädigt etwas das man die Bienen am Stock nicht riechen kann :-)

Ende des Bienenjahres

Liebe Imker, Liebe Gäste,

das Bienenjahr ist beendet, die Honigräume sind leer geschleudert. Wir blicken auf eine tolle Entwicklung zurück, hatten einen super Start im Frühjahr und perfektes Trachtwetter im Frühsommer. Die Schwarmlust blieb weitgehend aus, die Ableger entwickelten sich prima und unsere Königinnen konnten bei bestem Wetter auf Begattungsflug gehen.

Damit das kommende Bienenjahr, vor allem der Winter, gut überstanden werden kann – ist jetzt besonderes Augenmerk auf die Varroa zu legen. Wir haben unsere Wirtschaftsvölker bereits nahezu Varroafrei gemacht, indem wir alle Brutwaben entnommen und eine Fangwabe mit Larven eingehängt haben. Auch die Fangwaben sind mittlerweile entnommen und die Völker haben ein sehr großes Brutnest angelegt. Der Grundstein für eine gute Überwinterung ist gelegt.

Ich wünsche allen Imkern einen guten Behandlungserfolg im Kampf gegen die Varroa. Allen anderen Besuchen wünsche ich ein gutes Brötchen mit leckerem Honig :-)

Alles Liebe, André Zimmermann

Bienen schwärmen – Entwicklungshöhepunkt

Liebe Imker, Liebe Gäste,

die Bienenvölker nähern sich ihrem Entwicklungshöhepunkt entgegen. In den nächsten Tagen wird die größte Bienenanzahl pro Volk erreicht sein. Dann leben etwa 60 000 Bienen in einer Behausung zusammen. Die Königinn legt jetzt täglich etwa 2000 Eier. Im Bienenvolk entsteht Platzmangel, dem die Bienen mit einer Volksteilung entgegen wirken möchten. Der sogenannte Schwarm entsteht. Falls sie das Glück haben einen Bienenschwarm zu finden, freuen sie sich über dieses Naturschauspiel. Leider sind unsere Honigbienen in freier Wildbahn nicht überlebensfähig, daher melden sie bitte Bienenschwärme unter 015225879419 wir holen diese kostenfrei ab.

IMG_2989_MG_7938_1

Eine schöne Zeit, genießen sie das Summen an den Blüten, der Duft des Frühlings und die wärme der Sonne! Das ist meine Jahreszeit :-)

Ihr André Zimmermann

Beginn der Salweidenblüte

Ich kann es kaum noch abwarten. Die Bienen sind schon kräftig am Pollen sammeln und die Freude auf die bevorstehende Bienensaison ist enorm. Die Planungen für die Ablegerbildung sind erledigt, Waben eingelötet und die Beuten desinfiziert. Nun gilt es die Völker im Blick zu behalten. Bei Temperaturen ab 15 Grad machen wir eine Kurzkontrolle: sind Schimmelwaben in den Völkern? Dann sofort raus damit bevor der wertvolle Pollen darin abgelagert wird. Haben die Völker verfügbares Futter am Brutnest? Sollte es nochmal einen Kälterückschlag geben, können sich die Bienen daraus ernähren und müssen nicht über leere Waben laufen. Besonders kleinere Völker können verhungern wenn sie vom Futter „abreisen“ da sie lieber die Brut wärmen als durch den ungeheizten Teil der Beute auf Futtersuche zu gehen. Wer auf einer Zarge überwintert hat, sollte die Volksstärke im Blick behalten und ggf. für neuen Raum sorgen.

Ich wünsche allen Imkern die gleiche Vorfreude auf die Saison wie ich sie habe! Viel Erfolg in der neuen Bienensaison.

Jetzt geht es in die heiße Phase

Liebe Imker,

unsere Bienen haben einen langen Weg durch den nassen Winter geschafft. Völker die jetzt noch da sind, sollten auch wenn sie etwas schwächer sind, den Sommer erleben. Derzeit ist es sehr wichtig das unsere Bienenvölker verfügbares Futter an dem Brutnest vorfingen. Bienen überlaufen Leerwaben nicht um ans Futter zu kommen wenn auf der anderen Seite Brut ist die gewärmt werden muß. Ein kurzer Blick durch die Folie zeigt uns, ob noch Futterkränze am Bienensitz vorhanden sind.

Die Fluglöcher sollten leise und störungsfrei sauber gemacht werden und sobald die Bienen fliegen auch das Lüftungsgitter. Die Salweide wird in kürze mit dem Blühen beginnen. Spätestens dann muß das Mausegitter entfernt werden da die Bienen sonst den wertvollen Pollen am Eingang verlieren.

Ich freue mich auf mein Imker – Akiv – Seminar das jetzt im März beginnt (Infos unter Lehrgänge). Sicherlich werden wieder tolle Imker zusammen sein und wir werden sehr lehrreiche Stunden an meinen Bienen verbringen.

Liebe Grüße, André Zimmermann

Hohe Winterverluste am Bienenstand?

Auch dieser Winter hat bei vielen Imkern große Verluste am Bienenstand hinterlassen. Muß das sein? Ist es denn zur Normalität geworden das jedes Jahr so viele Bienen sterben müssen? Nein, es muß sicherlich nicht sein!

Die Schuldigen sind meist schnell gefunden, sei es der Landwirt mit seinen Spritzmitteln, oder aber der Imker im Flugradius der wieder nicht seine Bienen behandelt und somit die Reinvasion stattgefunden hat?  Anstatt offen und ehrlich zurück zu blicken neigen Menschen dazu die Schuld woanders zu suchen.

Dabei geht es doch gar nicht um eine Schuldzuweisung, sondern um das Ausmerzen der eigenen Fehler. Diese sind meist die Ursache für Völkerverluste. Wir Imker müssen lernen, die Natur besser zu beobachten und ein Gefühl zu entwickeln wann wir welchen Arbeitsschritt tun damit er Hilft und nicht nur gemacht wird. Ein Beispiel dazu: wer stur seine Varroabehandlung durchzieht ohne das Wetter mit einzubeziehen, wird Schiffbruch erleiden. Wer immer wieder viele Völker verliert sollte mal versuchen aus alten ausgetretenen Wegen auszubrechen und neue Wege begehen. Viel hilft viel ist bei der Bienenhaltung nicht der passende Leitsatz. Wie kann ich mit wenigen Handgriffen Bienenschonend arbeiten und zugleich die Varroa dezimieren?

In meinem Aktiv-Seminar möchte ich ihnen meine Betriebsweise vorstellen, mit der ich nahezu ohne Bienenverluste über den Winter komme. Nähere Infos unter Fortbildungen.

Einen guten Start ins neue Bienenjahr wünscht

André Zimmermann

Bienen Winterfest?

EisbieneWinterzeit ist Ruhezeit – das hört man sehr oft und einige Imker nutzen den Dezember nur noch um Honig zu verkaufen. Denken sie jetzt unbedingt an ihre Bienen! Mein Leitspruch heißt immer: Das Herrenauge macht das Vieh fett!!!

Regelmäßige Kontrollen sind für uns selbstverständlich. Wir schauen um diese Jahreszeit zwar nicht mehr in die Völker hinein, prüfen aber ob die Spechtnetze sowie die Mausegitter an ihrem Platz sind. Tote Bienen die das Flugloch versperren werden leise und vorsichtig entfernt.

Die ersten Nachtfröste waren unterwegs und so dürften spätestens um die Weihnachtszeit die Völker brutfrei sein. Dies Brutpause nutzen wir, um die Bienen nochmals von dern Varroamilben zu befreien. Wir nehmen dazu die 15%-ige Milchsäure ad.us.vet da sie sehr gut Bienenverträglich ist und keine Rückstände im Wachs verursacht. Milchsäure ist in Bio-Betrieben zugelassen. Die Völker müssen bei Behandlungsbeginn unbedingt Brutfrei sein, da Milchsäure nicht in der verdeckelten Brut wirkt! Kleine Brutfächen mit dem Taschenmesser ausschneiden und einschmelzen._MG_5319

Ansonsten kümmern wir uns jetzt schon um die Saison 2015. Die leeren Beuten werden gesäubert und desinfiziert, neue Mittelwände werden in die Rähmchen gelötet. Die benutzten Waben werden eingeschmolzen, das Wachs gesäubert und gesammelt. Wenn genügend Wachs zusammen gekommen ist, werden daraus Mittelwände hergestellt.

Ich wünsche ihnen allen eine schöne Vorweihnachtszeit!